Surveillance is here and it’s here to stay!

Derzeit beschäftigen die Überwachungstätigkeiten der demokratischen Staaten viele Bürger. Deutschland, England und die Vereinigten Staaten haben ihre Bürger stärker überwacht als sie je zuzugeben bereit waren. Und sie haben sich dabei gegenseitig unterstützt.

Dass diese Möglichkeiten zur Überwachung bestehen, ist seit langem bekannt. Dass sie genutzt werden, ist für diejenigen, die sich mit dem Thema beschäftigen, nicht überraschend. Die Geheimdienste werden nicht wirklich kontrolliert – schließlich dienen sie ja im Geheimen. Die Kluft zwischen den »Eliten« und der Durchschnittsbevölkerung wächst immer stärker. Wenn man dies nun zusammensetzt, erhält man eine Schicht von Machthabern, die spüren, dass sie den Kontakt und damit ihre Kontrolle verlieren. Um diesem Verlust entgegen zu wirken, nutzen sie die Geheimdienste und bauen deren Macht aus.

Diese Kluft zur Spitze spürt auch die Bevölkerung. Verbunden mit negativen wirtschaftlichen Auswirkungen, weil man jahrzehntelang auf Kosten der Zukunft gelebt hat, führt das auch hier zu Verunsicherung und einem diffusen Bedrohungsgefühl. Und wer verunsichert und ängstlich ist, der will nicht allein sein und über morgen nachdenken. Der möchte in den Arm genommen und beschützt werden und sich an bessere Zeiten erinnern. Deshalb wollen wir jetzt eher Sicherheit. Schließlich tobt da draußen eine Krise nach der anderen. Und die bösen Terroristen, denen unsere Art zu leben nicht gefällt, die gibt es ja auch noch. Daran werden wir regelmäßig erinnert, wenn es darum geht Regelungen und Gesetze für »mehr Sicherheit« zu erlassen.

Diese Regelungen gehen immer weiter. Kosten-Nutzen-Verhältnisse interessieren nicht. Jedes Unglück, jede Katastrophe dient als Beweis, dass die derzeitigen Kontrollmaßnahmen nicht ausreichen. Man kann und will es nicht hinnehmen, das sich etwas der eigenen Kontrolle entzogen hat. Unsere Elite verspricht uns: »Wir können Banküberfälle verhindern, wenn wir alle Briefe lesen! Wir können Vergewaltigungen aufklären, wenn jeder eine elektronische Fußfessel trägt! Wir können Morde verhindern, wenn wir Menschen, die genetisch eher zu Gewalt neigen vorsorglich isolieren!«
Yeah! Weniger Unglück! Weniger Katastrophen! Und das alles für ein bisschen weniger Freiheit, ist es uns das nicht wert?

Diese Beispiele mögen etwas übertrieben wirken. Aber man sollte bedenken, dass unsere Kommunikation bereits gelesen wird und mittels Vorratsdatenspeicherung unsere Handys und Smartphones zu freiwillig getragenen Fußfesseln gemacht werden.

Wir machen es uns nur eben nicht bewusst. Und das ist es vielleicht auch, worüber sich derzeit so viele aufregen. Es macht uns wenig aus im goldenen Käfig unter Kontrolle zu leben. Wir wollen nur nicht an seine Gitterstäbe erinnert werden. Deshalb wird sich an dem Treiben der Geheimdienste auch nichts ändern. Es wird nur neu versteckt werden, damit wir es ignorieren können.
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