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Im vergangenen Jahrhundert haben wir den Sieg der Demokratie über den Faschismus gefeiert. Und auch gegen den Kommunismus konnte sie sich durchsetzen. Aber das war damals. Dass die Demokratie nie sicher ist, nie selbstverständlich sein sollte, hatten wir hier schon einmal.
Und auch die aktuellen Entwicklungen führen vielen vor Augen, dass die Grenzen zwischen»
weichem Totalitarismus« und Demokratie sehr fließend sein können.

Die Evolution hat uns weit gebracht, doch sie hat uns nicht dafür geschaffen in einer friedlichen Welt das Beste für das Gemeinwohl zu tun. Wir sind egoistisch und auf den eigenen Vorteil bedacht. Die Demokratie unterdrückt dies nur besser als alle bisherigen Alternativen. Doch muss das auch so bleiben?

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Jahrhundertelang waren Zeitungen und später Zeitschriften die einzigen, die Informationen großflächig verbreiten konnten. Deshalb gehörte zu jedem neu gegründeten Haushalt nahezu automatisch ein Zeitungsabo.  Deshalb waren Zeitungen die bevorzugte Plattform für Werbetreibende. Und weil die Leute eben meist genau eine einzige Quelle für ihre Informationen hatten, war es wichtig möglichst »neutral« und »objektiv« zu berichten.
Dann kam das Radio und vor allem später das Fernsehen. Hier wurden noch größere Massen direkt und wortwörtlich »angesprochen«. Die unglaublich breite Zielgruppe und die Möglichkeit der Zuschauer mit einem einzigen Knopfdruck jederzeit zur Konkurrenz zu wechseln, hatte auch hier Auswirkungen auf die Art der Berichterstattung. Sie musste kürzer, pointierter, unterhaltsamer aber eben möglichst nicht polarisierend sein. Ausführlichere und wertende Berichte gab es deshalb eher zu später Stunde, wenn statt dem »nach Unterhaltung strebenden Jedermann« die Zuschauer überwogen, die eine solche Sendung gezielt ansehen wollten.
Tja, und dann kam das Internet. Read More

Divide et impera. Teile und herrsche. Diese Leitlinie wird seit Jahrtausenden erfolgreich in Krieg und Politik eingesetzt.
Eine der Lehren aus der Weimarer Republik war, dass eine starke Zersplitterung des damaligen Parlaments es einer Minderheit, die dieses Prinzip verfolgte, erleichterte eine Mehrheitsmacht zu werden.
Als es dann darum ging Regeln für unsere Bundesrepublik aufzustellen, wollte man solche Strategien verhindern oder zumindest erschweren. Und hat die 5-Prozent-Hürde für Parlamente eingeführt. Read More